Die Freie Ritterschaft vom Berg wurde im Jahr des Herrn 2006
von Artur Baron von Muehlau, seinem Schwager Siegfried von Muehlau und
den Lanzen von Polz und von Stafford
ins Leben gerufen.
Seitdem haben sich die Lanzen McClous und von Rueden
unserer kleinen Gemeinschaft angeschlossen.
Am 20. Januar 2007 haben wir den Verein "Die Freie Ritterschaft vom Berg e.V." gegründet und uns diese Satzung gegeben. Die Gemeinnützigkeit des Vereins wurde vom Finanzamt Düsseldorf bestätigt. Die Ritter vom Berg verstehen sich als "Ritter zum Anfassen", so dass wir besonders gerne Kindern, aber natürlich auch interessierten Erwachsenen unsere Rüstungsteile, Waffen und vor allem unser Wissen zur Verfügung stellen, um die Blüte der Ritterzeit - wir befassen uns hauptsächlich mit der Zeit von 1280 bis 1360 - im wahrsten Sinn des Wortes begreiflich zu machen. Ein Schwerpunkt unserer Darbietungen sind Schaukämpfe mit Schwert, Morgenstern (eigentlich Kriegsflegel oder Skorpion), Streitaxt, Streitkolben und Schild. Authentische, mittelalterliche Schwerttechniken gehören aber genauso zu unserem Repertoire, wie der Freikampf mit dem Schwert. An Grundschulen und Kindergärten begleiten wir häufig die entsprechenden Unterrichtsstunden und stehen den Kindern Rede und Antwort. In diesem Zusammenhang richten wir auch gerne kleine Ritterfeste und Erlebnistage aus. Wir lehnen Einbeziehung von Pferden in unseren Darbietungen ab, da unsere Prämisse, dass das Wohl der Tiere Priorität vor dem Gelingen einer Aufführung genießt, bedauerlicherweise nur von den wenigsten Veranstaltern honoriert wird. Unser Anliegen ist weniger, die düsteren und unerfreulichen Lebensumstände des Mittelalters zu vermitteln, da diese bereits vielfach von anderen Gruppen repräsentiert werden, sondern viel mehr gerade jungen Menschen zu zeigen, dass die Tugenden des christlichen Ritters wie Mut und Tapferkeit, Wahrheits- und Nächstenliebe, Respekt und Höflichkeit damals wie heute von großer Wichtigkeit und keinesfalls unerreichbar sind. Unsere Kleidung und Ausrüstung stützt sich auf viele historische Quellen und Forschungsarbeiten, wobei wir uns durchaus im Klaren sind, dass völlige Authentizität unerreichbar ist, auch weil wir uns auf relativ spärliche Schriften, Hinweise und Funde verlassen müssen, die wohlmöglich zu einem großen Teil Ausnahmen und nicht die Regel darstellten. Die dadurch entstehenden Lücken füllen wir in der Regel mit sogenannten "geschichtsnahen Interpretationen". Unser Name "vom Berg" weist auf unsere Herkunft - das Bergische Land - hin. Wir haben diesen ungewöhnlichen Namen im besonderen Gedenken an den ersten Grafen von Berg, Adolf I., der sich selbst "vom Berg" nannte, gewählt. Wir wollen jedoch keine Personen nachstellen, die tatsächlich in der damaligen Zeit lebten und denen gerecht zu werden völlig unmöglich wäre, sondern belassen es bei der Darstellung einer Hand voll Bergischer Ritter mit kleinem Gefolge in einer Epoche des Hochmittelalters, die aktuell um das Jahr 1311 einzuordnen ist. Zu dieser Zeit herrschte Adolf VI. von Berg über das Land, der König Heinrich VII. (Luxemburger) verpflichtet war. Ständige Konflikte mit den Erzbischöfen von Köln, obschon 1288 in der Schlacht bei Worringen besiegt, prägten diese Zeit. Düsseldorf - unsere Heimat - war im Nachgang dieser Schlacht von Graf Adolf IV. von Berg zur Stadt erhoben worden und stand kurz davor, die wichtigste Stadt für die Grafen von Berg zu werden... |
Seitdem haben sich die Lanzen